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04.12.2017

Die Baubranche in Europa auf Wachstumskurs

Die Forschungsgruppe Euroconstruct rechnet für 2017 mit einem Wachstum des Bauvolumens von 3,5 Prozent. In den 19 europäischen Euroconstruct-Ländern gab es ein kräftigeres Wachstum zuletzt 2006, kurz vor dem Ausbruch der internationalen Finanzkrise. Zugleich nehme die Baunachfrage erstmals überhaupt in allen 19 Mitgliedsländern von Euroconstruct gleichzeitig zu, berichtet ifo-Experte Ludwig Dorffmeister. Die stärksten Impulse kämen dabei aktuell vom Wohnungsbau. Bis 2020 prognostiziert Euroconstruct einen weiteren Anstieg von insgesamt sechs Prozent beim Bauvolumen in Europa.
Für Deutschland sieht Euroconstruct in 2017 sogar einen noch deutlicheren Zuwachs der Bautätigkeit. Treibende Faktoren seien hier der große Wohnungsbedarf, die gestiegene Investitionsneigung der Unternehmen und die Tiefbau-Offensive des Bundes. Auch langfristig erwarten die Euroconstruct-Experten hierzulande im Wohnungs- und im Infrastrukturbau umfangreiche Investitionen.
Die positive Entwicklung in Europa führt Euroconstruct auf das robuste Wirtschaftswachstum und die damit verbundenen Verbesserungen bei Haushaltseinkommen, Unternehmensgewinnen und der öffentlichen Finanzlage zurück. Das stärkste Wachstum verzeichnet Ungarn mit einem Plus von rund 25 Prozent. Dahinter folgen Irland (15 Prozent), Schweden (10) und Polen (9).
Insgesamt liegt die europäische Bauwirtschaft seit 2014 auf Wachstumskurs. Zu den 19 Ländern des Euroconstruct-Netzwerks gehören Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien und Ungarn.