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28.12.2015

dena-Praxisbeispiel: Sanierung zum Effizienzhaus rechnet sich schon nach 20 Jahren

Die dena hat in einem Praxisbeispiel errechnet, dass sich eine Sanierung zum Effizienzhaus bereits nach 20 Jahren rechnet. Dabei ging es um einen vor zehn Jahren energieeffizient sanierten Altbau. Im Vergleich zu einer Minimal-Instandsetzung sei der Energieverbrauch um 80 Prozent gesenkt worden.
Im konkreten Fall ging es um ein Einfamilienhaus im nordrhein-westfälischen Bedburg. Bei der 1950 erbauten Immobilie mussten die Bauherren beim Kauf im Jahr 2005 eine Entscheidung treffen: Für rund 43.000 Euro minimal in Stand setzen oder umfassend zu einem KfW-Effizienzhaus 55 sanieren? Sie wählten die letztere Option und damit eine gute Dämmung der Außenwände, des Kellers und des Dachraumes, hochwertige Wärmeschutzfenster, eine moderne Heizungs- und Lüftungsanlage sowie eine Solarthermieanlage. Dafür gab es rund 20.000 Euro Förderung – heute wären es sogar 10.000 Euro mehr, betont die dena. Die gesamten Kosten für die Sanierung zum Spitzenstandard betrugen nach Abzug der Förderung rund 91.000 Euro. Das waren 48.000 Euro mehr, als für die Minimal-Instandsetzung hätten aufgebracht werden müssen.
Heute, zehn Jahre später, fällt die Bilanz der Eigentümer positiv aus. Dank des um mehr als 80 Prozent reduzierten Energieverbrauchs wurden bereits fast 25.000 Euro Heizkosten eingespart. „Nach 20 Jahren werden sich die Kosten für die Energieeffizienz durch die geringeren Energiekosten bezahlt gemacht haben. Das minimal sanierte Haus hätte bis dahin fast 60.000 Euro verheizt – das energetisch sanierte nur rund 10.000 Euro“, erklärt die dena. Hinzu komme der sofort spürbare Gewinn an Wohnkomfort.
„Wir können anhand unserer zahlreichen Modellvorhaben zeigen, dass die Sanierer von der deutlich höheren Wohnqualität überzeugt sind und sich die Mehrkosten einer energetischen Sanierung komplett über die Energieeinsparung refinanzieren. Voraussetzung ist, dass die energetischen Maßnahmen mit sowieso anstehenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten gekoppelt werden“, sagt dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann.