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08.03.2016

Bundesbauministerin kündigt Wohnungsbau-Offensive an

Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat eine „Wohnungsbau-Offensive“ angekündigt. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für alle. Mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr sind nötig, um den sozialen Zusammenhalt nicht zu gefährden“, betonte Hendricks beim Nationalen Kongress des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen in Berlin. Vereinfachte Vorschriften, Baulückenschließungen, eine maßvolle Verdichtung und der Umbau von Bestandsgebäuden seien jetzt vordringlich, so die Ministerin. Aus den Empfehlungen des Bündnisses seien die „10 Punkte der Wohnungsbau-Offensive“ abgeleitet, die jetzt Schritt für Schritt umgesetzt würden.
Axel Gedaschko, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland und Präsident des Verbandes GdW, forderte die Politik auf, die Regulierungsbremsen zu lösen. Den Ergebnissen des Bündnisses müssten nun Taten folgen. „Es reicht nicht, einzelne Maßnahmen anzugehen. Das ganze Maßnahmenpaket muss umgesetzt werden, damit die Wirkung spürbar wird“, so Gedaschko. Er nannte unter anderem Deregulierungsvorhaben wie die Einführung einer einheitlichen Musterbauordnung sowie eine Verbesserung der KfW-Förderung im Wohnungsneubau. Auch solle die geplante Sonderabschreibung für Wohnungsneubauten in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten zügig umgesetzt werden, um Anreize für Investoren zu bieten.
Vor weiteren Verschärfungen bei den Energieeinsparvorgaben warnte Jürgen Michael Schick, Präsident des Verbandes IVD: „Die Bauministerkonferenz hat hier einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und eine Neukonzeption von Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz angekündigt. Wir brauchen nun eine glasklare Evaluation der EnEV und einen praktikablen Neustart bei den Energieeinsparvorgaben.“