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09.05.2018

Bevölkerungswachstum in Deutschland sehr unterschiedlich verteilt

Unter dem Strich wächst die Bevölkerung in Deutschland – allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Dies zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Von den 401 Kreisen und kreisfreien Städten in der Bundesrepublik haben demnach 282 zwischen 2010 und 2016 an Bevölkerung gewonnen. Im genannten Zeitraum wuchsen vor allem die 66 kreisfreien Großstädte – nämlich um 1,35 Millionen Einwohner. Das bedeutet ein Plus von 5,9 Prozent. Kräftig legten insbesondere Leipzig (+13,7 Prozent), Darmstadt (+11,4 Prozent), Münster (+10,8 Prozent) und Frankfurt am Main (+10,7 Prozent) zu. Speziell im Umfeld der Metropolen profitieren die umliegenden Landkreise ebenfalls vom Zuzug.
Verlierer der Entwicklung sind vor allem dünn besiedelte Landkreise abseits der Zentren. Schrumpfende Bevölkerungszahlen verzeichnen zum Beispiel die ländlichen Kreise Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt (-6,2 Prozent), Altenburger Land in Thüringen (-5,8 Prozent) und Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (-5,9 Prozent). Auch in ländlichen Kreisen in den alten Ländern schrumpfte die Bevölkerung, wenngleich nicht so stark. Hier sind unter anderem die Landkreise Wunsiedel in Bayern (-4,3 Prozent), Cochem in Rheinland-Pfalz (-3,8 Prozent) und Holzminden in Niedersachsen (-3,3 Prozent) zu nennen.