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Deutschem Fenstermarkt wird Sonderkonjunktur in Europa bescheinigt



Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF) hat auf einer Pressekonferenz heute Vormittag in Frankfurt erneut positive Zahlen zur Entwicklung des Deutschen Fenstermarkts bekannt gegeben. Eine Studie, die das Künzelsauer Institut für Marketing (KIM) gemeinsam mit dem Fenster-Verband in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie in Norwegen, in der Schweiz, in Russland, in der Ukraine und in der Türkei durchgeführt hat, bescheinigt Deutschland, Europas am schnellsten wachsender Fenstermarkt zu sein. Für 2009 erwartet der Verband ein Plus von "mindestens zwei Prozent". Im vergangenen Jahr lag demnach der Anteil Deutschlands am europäischen Fenstermarkt bei 11,8 Millionen Fenstereinheiten (FE), Tendenz steigend. Das mache Hoffnung darauf, dass Deutschland bald die dominierende Rolle einnehme, sagte der Geschäftsführer des VFF, Ulrich Tschorn. Diese hat laut Studie mit 12,2 Millionen FE bzw. 13,5 Prozent Marktanteil am gesamteuropäischen Fenstermarkt in 2008 bisher noch Frankreich inne.

Im Gegensatz zur positiven Entwicklung in Deutschland bescheinigt die Markt-Untersuchung dem europäischen
Fenstermarkt "in der Summe" rückläufig zu sein, wobei sich die Lage in den wichtigen Märkten uneinheitlich darstelle. Demnach stagnieren die Werte in Frankreich, während sie in Spanien und Großbritannien deutlich rückläufig sind. Insgesamt betrug das Marktvolumen in den EU-Mitgliedsstaaten plus Norwegen, Schweiz, Türkei, Russland und Ukraine laut Studie im Jahr 2007 rund 158,9 Millionen FE, im vergangenen Jahr 161,6 Millionen FE, was einer Steigerung um 2,7 Prozent entspricht. Auf das Rahmenmaterial PVC entfielen dabei in 2008 rund 93,6 Millionen FE, auf Alu rund 35,7 Millionen, auf Holz rund 27,5 Millionen und auf Holz/Alu rund 4,8 Millionen.

Im Anschluss an die Vorstellung der Studie sprach Prof. Gerd Hauser, Vorsitzender der GRE und Dozent für Bauphysik an der TU München, über die seiner Meinung nach unbefriedigende Berücksichtigung möglicher solarer Energiegewinne durch Fenster in den Energieeinsparverordnungen (EnEV). Prof. Hausers Ansicht nach, ist es möglich, durch die passive, kostenlose Solarenergienutzung über das „Kraftwerk Fenster“ allein in Deutschland jährlich im Durchschnitt 83 Terawattstunden (TWh) zu gewinnen. Das seien rund 83 Milliarden KWh Energie. Zum Vergleich: In Deutschland lieferten im Jahr 2006 erneuerbare Energien zur Stromerzeugung 70 TWh und zur Wärmeerzeugung 90 TWh.


Quelle: Bauelement+Technik

 

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