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Bauwirtschaft: Verbesserte Perspektiven im Wohnungsbau
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Nach den Ergebnissen des Ifo- Konjunkturtests im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex im Februar erneut gestiegen. Die befragten Unternehmen bewerteten ihre momentane Geschäftssituation wieder etwas günstiger als im Vormonat. Ihre Geschäftsperspektiven schatzten sie erneut merklich besser ein, nachdem ihre Skepsis bereits im vergangenen Monat deutlich abgenommen hatte.
Die Bautätigkeit wurde nach Auskunft der Unternehmen witterungsbedingt stark eingeschränkt. Bei vier von fünf Testteilnehmern wurde die Abwicklung der Aufträge vom Wetter beeinträchtigt; vor einem Jahr waren es zwei Drittel. Dagegen hat sich der Anteil der Firmen, die über Auftragsmangel klagten, gegenüber dem Vorjahr verringert (33% nach 39%). Der Ausnutzungsgrad der Gerätekapazitäten verharrte bei rund 63% (saison- und witterungsbereinigt); er war allerdings um 3 Prozentpunkte kleiner als im Februar 2009. Im Durchschnitt der Bausparten hat sich die Reichweite der Auftragsbestande verlängert; mit 2,5 Monaten (saison- und witterungsbereinigt) war sie genauso gros wie vor Jahresfrist. Die Firmenmeldungen lassen erkennen, dass der Druck auf die Preise im Berichtsmonat etwas nachgelassen hat. In den nächsten Monaten werden die Preise nach Ansicht der Unternehmen eher stagnieren. Der Personalbestand durfte sich kaum verändern.
Im Hochbau hat sich das Geschäftsklima in allen drei Teilsparten verbessert. Die Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage zwar etwas weniger unzufrieden als in den Vormonaten; die Geschäftsaussichten hellten sich dagegen sichtlich weiter auf. Bei den befragten Unternehmen war in Bezug auf die Perspektiven in den nächsten sechs Monaten sowohl im gewerblichen als auch im öffentlichen Hochbau, vor allem aber im Wohnungsbau, verhaltener Optimismus zu erkennen. Die Auslastung der Gerätekapazitäten schrumpfte leicht. Mit 61% wurde der Vorjahreswert (66%) deutlich verfehlt. |  | Drei Viertel der Testteilnehmer (November 2009: 56%) meldeten Behinderungen durch Witterungseinflusse; über Auftragsmangel klagtenaber nur noch 35% – nach 43% vor einem Jahr. Die Reichweite der Auftragsbestände verlängerte sich im Wohnungsbau sowie im öffentlichen Hochbau geringfügig um jeweils 0,1 Monate auf 2,1 bzw. 2,2 Monate; im gewerblichen Hochbau verharrte sie bei 2,6 Monaten. Im Durchschnitt der Hochbausparten lagen die Auftragsreserven mit 2,3 Monaten auf dem Vorjahresniveau. Den Firmenmeldungen zufolge mussten im Berichtsmonat die Preise herabgesetzt werden. Die Testteilnehmer gingen jedoch davon aus, dass es in den nächsten Monaten kaum noch zu Preisveränderungen kommt.
Bauwirtschaft Ost
Auch in den neuen Bundesländern verbesserte sich das Geschäftsklima. Die befragten Firmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich zurückhaltender als im Januar, ihr Ausblick auf das nächste halbe Jahr fiel aber erheblich günstiger aus; dies betraf vor allem die im Wohnungsbau sowie im gewerblichen Hochbau tätigen Unternehmen. Bei verhaltener Bautätigkeit sank der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten von 63 auf 62% (saison- und witterungsbereinigt); vor einem Jahr waren es 2 Prozentpunkte mehr. Fast alle Testteilnehmer meldeten Behinderungen der Bautätigkeit, überwiegend wegen ungünstiger Witterung (80%), gefolgt von Auftragsmangel (38%). Die Reichweite der Auftragsbestände verlagerte sich von 2,0 auf 2,3 Monate (saison- und witterungsbereinigt). Dies ist im Wesentlichen auf eine kräftige Aufstockung der Auftragspolster im gewerblichen Hochbau sowie im sonstigen Tiefbau zurückzuführen. Im Berichtsmonat sahen sich die Testteilnehmer zu Preiszugeständnissen gezwungen; sie gingen jedoch davon aus, dass sich in den nächsten Monaten Preisanhebungen und -senkungen etwa die Waage halten werden.
Quelle: Ausbau+Fassade |
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