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Konjunkturprogramme stoppen Abwärtsentwicklung - vorerst

Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung haben die konjunkturelle Abwärtsentwicklung im Bauhauptgewerbe vorerst gestoppt: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ist der baugewerbliche Umsatz im November 2009 nur leicht zurückgegangen (nominal –0,3 Prozent), die Auftragseingänge lagen sogar leicht im Plus (nominal +0,1 Prozent, real +0,5 Prozent). Für die Monate Januar bis November ergibt sich jedoch weiterhin ein Umsatz- beziehungsweise Auftragsminus von nominal 4,2 Prozent beziehungsweise nominal 6,3 Prozent. Der Hauptverband warnt deshalb davor, die derzeit zu beobachtende Stabilisierung schon jetzt als konjunkturelle Trendwende aufzufassen.

Der Öffentliche Bau war auch im November die wichtigste Stütze der Baukonjunktur: Die Betriebe meldeten ein Auftragsplus von nominal 7,1 Prozent. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis November sind die Auftragseingänge um 2,6 Prozent gestiegen. Inzwischen werden die Aufträge bei den Bauunternehmen auch umsatzwirksam: Die Betriebe wiesen im November für den Öffentlichen Bau ein Umsatzplus von 7,8 Prozent aus (Januar – November: 3,1 Prozent). Die Belebung kam dabei vor allem aus dem Öffentlichen Hochbau: Der Auftragseingang lag um 27,6 Prozent (Januar – November: –1,3 Prozent), der Umsatz um 18,7 Prozent (Januar – November: 8,4 Prozent) über dem Wert des Vorjahres.

Der Öffentliche Bau wird auch noch in den nächsten Monaten die Baukonjunktur stützen: Von Januar bis November ist das Baugenehmigungsvolumen, gemessen an den veranschlagten Baukosten, um 34,2 Prozent gestiegen.
Der Wirtschaftsbau steckt weiter in der Krise, auch wenn sich das Tempo der Abwärtsentwicklung verringert hat: Die Auftragseingänge sind im November um 6,0 Prozent zurückgegangen und damit das vierzehnte Mal in Folge gesunken. Für die ersten elf Monate ergibt sich ein Orderminus von 15,9 Prozent. Entsprechend lag der baugewerbliche Umsatz im November mit 7,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau (Januar – November: –8,8 Prozent). Eine konjunkturelle Trendwende ist im Wirtschaftsbau kurzfristig nicht in Sicht: In den ersten elf Monaten ist das Baugenehmigungsvolumen, gemessen an den veranschlagten Baukosten um 20,9 Prozent zurückgegangen.

Dagegen kommt die konjunkturelle Stabilisierung im Wohnungsbau voran: Der Auftragseingang lag im November mit nominal 2,2 Prozent im Plus (Januar – November: –1,2 Prozent), die Baugenehmigungen (Zahl der Wohnungen) sind sogar um 19 Prozent gestiegen (Januar – November: –0,2 Prozent). In den Ergebnissen der Unternehmen hat sich diese erfreuliche Entwicklung allerdings bislang noch nicht niedergeschlagen: Der Umsatz stieg zwar im November um nominal 0,3 Prozent; für die Monate Januar bis November 2009 ergibt sich jedoch noch ein Minus von 5,4 Prozent.

Die positive Entwicklung im November ging nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorbei: Die Betriebe haben ihre Belegschaft um 0,6 Prozent auf 714.200 Personen aufgestockt. Über den Zeitraum Januar bis November blieb die Zahl der Beschäftigten mit durchschnittlich 705.100 Personen nahezu stabil.

Quelle: Ausbau+Fassade

 

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