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Bauwirtschaft: Kapazitätsauslastung verbessert
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Nach den Ergebnissen des ifo Konjunkturtests ist der Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe im April wieder leicht gesunken, nachdem er zuvor vier Mal in Folge gestiegen war. Ihre derzeitige Geschäftslage beurteilten die befragten Bauunternehmen spürbar günstiger als im Vormonat. Allerdings waren sie hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr nicht mehr ganz so optimistisch wie im März.
Die Bauproduktion stieg saison- und witterungsbereinigt an; die Geräte waren mit 66% (saison- und witterungsbereinigt) nicht so gut ausgelastet wie vor Jahresfrist (69%). Mit 61% meldeten zwar nur etwas mehr Baufirmen als vor einem Jahr (56%) Produktionsbeeinträchtigungen. Die Behinderungen durch ungünstiges Wetter waren bei den Testteilnehmern jedoch deutlich größer als vor einem Jahr (38 nach 26%); über Auftragsmangel klagte „nur“ noch knapp ein Drittel. Die Reichweite der Auftragsbestände schrumpfte geringfügig. Die Auftragspolster lagen mit saison- und witterungsbereinigt 2,4 Produktionsmonaten lediglich knapp unter dem Vorjahreswert (2,5 Monate). Die Preise waren nur noch leicht unter Druck. Für die nächsten Monate erwarteten die Testteilnehmer jedoch steigende Preise. Der Personalbestand dürfte sich in den kommenden Monaten kaum verändern.
Im Hochbau hat sich das Geschäftsklima nicht verändert. Die Urteile zur Geschäftslage fielen in allen drei Teilsparten deutlich besser aus als in den Vormonaten. In Bezug auf die Entwicklung in den kommenden Monaten bewerteten die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten allerdings etwas skeptischer. Rund 60% der befragten Firmen beklagten Produktionsbehinderungen – etwa ein Drittel wegen Auftragsmangel sowie rund 30% wegen ungünstiger Witterung. Der Auslastungsgrad |  | der Gerätekapazitäten kletterte dennoch auf 66%; vor einem Jahr waren es 67%. Die Reichweite der Auftragsbestände verharrte im öffentlichen Hochbau bei 2,2 Monaten; im Wohnungsbau sowie im gewerblichen Hochbau schrumpften die Auftragspolster um jeweils 0,2 Monate auf 2,0 bzw. 2,6 Monate. Im Hochbau insgesamt reichten die Auftragsreserven – wie bereits im Vorjahr – für 2,3 Produktionsmonate. Die Meldungen der Firmen deuten darauf hin, dass sie im April die Preise vereinzelt anheben konnten. Für die nächsten Monate erwarteten die Unternehmen sogar größere Preisanhebungsspielraume.
Bauwirtschaft Ost
In den neuen Bundesländern trübte sich das Geschäftsklima geringfügig ein. Die befragten Unternehmen schätzten ihre Geschäftslage zwar günstiger ein als im Vormonat, die Geschäftserwartungen ließen aufkeimende Skepsis erkennen. Zwei Drittel der Testteilnehmer berichteten über Produktionsbehinderungen. 45% waren von ungünstigen Witterungsverhältnissen betroffen, jeder Dritte klagte über Auftragsmangel. Die Geräteauslastung stieg von 66 auf 67%, vor Jahresfrist betrug der Auslastungsgrad sogar 74%. Die Reichweite der Auftragsbestände verkürzte sich von 2,2 auf 2,1 Monate. Dies ist fast ausschließlich auf einen kräftigen Einbruch im gewerblichen Hochbau zurückzuführen. Nach den Firmenmeldungen dürften sie im Berichtsmonat vereinzelt die Preise angehoben haben. Für die nächsten Monate gingen die Testteilnehmer davon aus, dass sie die Preise weiter heraufsetzen können. Per saldo wollten die befragten Firmen ihren Beschäftigtenstand in den kommenden Monaten kaum verändern.
Quelle: Ausbau+Fassade |
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