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09/21/2015

Wohnflächenkonsum: Weniger Deutsche brauchen mehr Platz

Der Wohnflächenbedarf der Deutschen wächst. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) wohnte eine Person im Jahr 1991 durchschnittlich auf 36,1 Quadratmetern. Bis 2013 kletterte diese Zahl auf 46,2 Quadratmeter. In 15 Jahren werde der Durchschnittsdeutsche sogar 51,5 Quadratmeter Wohnraum brauchen, prognostizieren die IW-Wissenschaftler. Das hängt nicht zuletzt mit dem demografischen Wandel zusammen: Denn mit zunehmendem Alter wachse die Wohnfläche, und das wirke sich in einer alternden Gesellschaft zwangsläufig aus. Heutzutage wohnt ein über 80-Jähriger auf durchschnittlich 63,7 Quadratmetern, während unter 18-Jährige sich mit 30,5 Quadratmetern begnügen müssen. Das liegt einerseits daran, dass sich die Menschen mit dem bei zunehmendem Alter in der Regel steigenden Einkommen mehr Wohnfläche leisten können. Andererseits bleiben ältere Menschen nach dem Auszug oder Tod anderer Familienmitglieder meist in ihren – verhältnismäßig großen – Häusern und Wohnungen. Weiterhin spiele der „Kohorteneffekt“ eine Rolle, heißt es in der Studie: Von Generation zu Generation gewöhnen sich die Menschen an mehr Platz.
In ihrer Zukunftsprognose berücksichtigten die IW-Experten die Entwicklung der Immobilienpreise, der Mieten, der Energiekosten und des verfügbaren Einkommens ebenso wie die Bevölkerungsentwicklung sowie den Trend zu mehr Einpersonenhaushalten. Vor diesem Hintergrund geht das IW davon aus, dass der Wohnflächenkonsum jedes Jahr um 0,6 Prozent zulegen wird. So steige die Pro-Kopf-Wohnfläche in Westdeutschland bis ins Jahr 2030 von 47,4 auf 52,4 Quadratmeter, in Ostdeutschland von 41,5 auf 46,7 Quadratmeter.