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16.03.2016

Studie: Plusenergiegebäude werden mit viel Glas gebaut

Moderne Plusenergiehäuser weisen heutzutage deutlich größere Glasflächen auf als früher. Heutige Einfamilienhäuser haben im Mittel 27 Prozent Fensterfläche, bezogen auf die Bruttogrundfläche. Nach Süden ausgerichtete Fassadenbereiche bei Einfamilienhäusern zeigen durchschnittlich einen 30-prozentigen und bei Mehrfamilienhäusern sogar einen 39-prozentigen Fensterflächenanteil. Dies geht aus einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) hervor. Auftraggeber sind der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF), der Bundesverband Flachglas (BF), der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz (BVRS) und der Verband Fenster + Fassade (VFF).
Die Erhebung betrachtete die Modellvorhaben im Netzwerk Effizienzhaus Plus, bei denen großzügige Fenster- und Fassadenflächen zugleich für eine optimale Nutzung des Tageslichts und solarer Wärmegewinne sowie eine zeitgemäße Wärmedämmung sorgen.
Das IBP untersuchte in der Studie transparente Bauteile mit UW-Werten um 0,81 W/m²K, g-Werten zwischen 40 und 60 Prozent sowie Lichttransmissionen zwischen 59 und 80 Prozent – allesamt marktgängige Produkte zum Bau von Plusenergiegebäuden. Zum sommerlichen Wärmeschutz werden laut IBP etwa 70 Prozent der Ein- bis Zweifamilienhäuser mit einer Sonnenschutzvorrichtung versehen. Zum Einsatz kommen dabei größtenteils außen liegende Sonnenschutzprodukte wie Jalousien mit drehbaren Lamellen, Rollläden, Holzschiebeläden und Raffstores. Auch Systeme im Scheibenzwischenraum werden genutzt.