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16.12.2016

GdW fordert eigenständiges Bundesbauministerium

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 fordert der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ein eigenständiges Bundesbauministerium. Im derzeitigen Zuschnitt umfasst das Ministerium die Bereiche Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Da Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und digitale Infrastruktur in den vergangenen drei Jahren so enorm an Bedeutung gewonnen hätten, müsse dies auch auf oberster staatlicher Ebene Berücksichtigung finden, so GdW-Präsident Axel Gedaschko: „Die Wohn-Herausforderungen rund um die Energiewende, Wohnungsknappheit in Ballungsräumen, ausblutende Schrumpfungsregionen, den demografischen Wandel und die Integration von Zuwanderern können nur bewältigt werden, wenn sie in einem eigens dafür geschaffenen Ministerium mit dem Hauptziel 'gutes, bezahlbares Wohnen für Deutschland' angegangen werden.“
Darüber hinaus fordert der GdW eine Wohnungsbaubeschleunigungs-Initiative. Trotz steigender Baugenehmigungs- und Fertigstellungszahlen lautet das Zwischenfazit aus Verbandssicht: zu wenig, zu langsam, zu teuer. Zwar seien von Januar bis August 2016 rund 245.000 Wohnungen genehmigt worden. Der tatsächliche Bedarf liege aber bei 400.000 Wohneinheiten pro Jahr. Darüber hinaus sei im Hinblick auf eine zügigere Baulandvergabe, mehr Personal in den Ämtern und eine bundesweit einheitlichere Musterbauordnung bisher wenig passiert.
Weitere Forderungen des GdW zielen auf eine Stärkung der Städtebauförderung und auf ein einheitliches Stadtumbau-Programm, in dem der Stadtumbau Ost und West zusammengeführt werden. Angesichts der enormen Aufgaben im Zuge der Zuwanderung nach Deutschland sei zudem ein bundesweites, flexibles Sonderprogramm Integration vonnöten.