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10.02.2016

Bauindustrie und Wohnungswirtschaft plädieren für serielles Bauen

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen beziffern den Gesamtbedarf im deutschen Wohnungsbau auf 400.000 Wohnungen pro Jahr. Davon sind die aktuellen Fertigstellungszahlen deutlich entfernt. „Wir brauchen in Deutschland bis 2020 pro Jahr mindestens 140.000 neue Mietwohnungen zusätzlich, um den zunehmenden Bedarf an kostengünstigem Wohnraum vor allem in unseren Ballungszentren zu decken. Davon allein 80.000 im sozialen Wohnungsbau“, erklären die beiden Verbände in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Um diese Ziele zu erreichen, müssten die Vorteile des seriellen Bauens genutzt werden, sagten Dipl.-Ing. Marcus Becker, Vizepräsident Wirtschaft des HDB, und GdW-Präsident Axel Gedaschko. Daher müssten in Ergänzung zur Einzelfertigung Prototypen entwickelt werden, die deutschlandweit schnell und kostengünstig in Serie umsetzbar seien. Becker sieht zwei mögliche Wege: Zum einen seien in konventioneller Bauweise durch die Optimierung der Wohnungsgrundrisse mit hohem Wiederholungsgrad, verbunden mit einem verstärkten Einsatz von Fertigelementen, erhebliche Kostenvorteile realisierbar. Zum anderen biete die Modul- bzw. Systembauweise eine Alternative auch für Wohngebäude. Beim systematisierten Bauen könnten viele Teile bis hin zu ganzen Wohnmodulen industriell vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert werden. Dieser hohe Wiederholungseffekt trage zur Senkung der Baukosten bei.