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23.01.2017

Bauindustrie fordert mehr Anstrengungen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums

Im Jahr 2017 rechnet die deutsche Bauwirtschaft mit der Fertigstellung von bis zu 320.000 Wohnungen. Dies würde im Vergleich zum Jahr 2009 eine Verdopplung der Produktion bedeuten, teilt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit. Der Bedarf von 350.000 Einheiten werde allerdings weiterhin deutlich verfehlt, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Michael Knipper im Rahmen einer Pressekonferenz des Fachverbandes vorgehängte hinterlüftete Fassaden.
Knipper wies darauf hin, dass viele der neu auf den Markt kommenden Mietwohnungen preislich kaum erschwinglich für breite Bevölkerungsschichten seien. Er forderte mehr Anstrengungen von der öffentlichen Hand, um bezahlbaren und qualitativ guten Wohnraum zu schaffen. Konkret nannte er mehr Bauland, Verdichtung im Bestand, keine weitere Erhöhung der Grunderwerbsteuersätze, Vereinfachung von Genehmigungs- und Vergabeverfahren sowie keine weitere Überfrachtung des Wohnungsbaus mit Normen und Vorschriften.
In der Pflicht sieht Knipper aber auch die Bauwirtschaft. Er plädierte für eine stärkere Industrialisierung des Wohnungsbaus und für eine Forcierung der seriellen Produktion.